7. Station: Bern 7. Estacion: Bern(Suiza)
7. Station Bern / Suiza
Nach einer Nacht in Basel ging’s dann weiter nach Bern, in die Reitschule und in die Autonome Schule denk:mal. Da es in Bern keine Bombenabwürfe während der Kriege gab, gibt es hier noch eine unwahrscheinlich große Altstadt mit vielen sehr alten Häusern. Völlig fasziniert waren wir auch von der Farbe der Aare, die sich türkis, blau und manchmal grün durch die Stadt schlängelt.
Es gibt 3 Wagenplätze: Zaffaraya - seit 25 Jahren, Betlehem - seit 6 Jahren und die “Stadttauben” und “Stadtnomaden”, die seit 4 Jahren als Wagenburg-Alternative zusammenleben. Daneben gibt es diverse besetzte Wohnungen und Häuser, von denen sich aber nur drei offiziell als Squat bezeichnen- die Reitschule, das denk:mal und die Babette. Das “Paradisli”, wo es auch Konzerte, Spieleabende und Kindernachmittage gab, wurde vor einem Monat geräumt.
Despues de pasar alguna noches en Basilea, nos dirigimos a Bern, una de las ciudades importantes de Suiza. Ahi nos encontramos con companeras y companeros de diversos centros sociales autonomos donde estuvimos discutiendos sobre los problemas politicos que existen en Mexico. Asistimos a una de los Squats mas grandes que hemos conocido, un edifico enorme que antes fue una escuela, ahora es utlizado como un espacio de encuentro y respeto entre la banda multiculural que habita este estado. Africanos, latinos, francese, son algunos de los compas que pudimos conocer y probar una de las ricas comidas que se preparan en Somalia.
In den letzten Jahren war die Politik der Stadt so, daß sie die BesetzerInnen solange in den Häusern gelassen hat, bis es wirklich konkrete Bauvorhaben gab. Solange sich die BesetzerInnen ruhig verhalten haben und die Besetzung nicht öffentlich gemacht oder gar noch thematisiert wurde, wurden sie in Ruhe gelassen. Allerdings hat sich die Politik verschärft, die Konservative und die Rechte ist stärker geworden, die Linke hält sich zurück und der Druck auf die Stadt nimmt zu.
En último los años eran la política de la ciudad como eso que dejó los canales de la ocupación tan largos en las casas, hasta que hubiera proyectos de edificio realmente concreto. Mientras los canales de la ocupación comportados tranquilamente y la ocupación fueran hechos pública o no sacados a colación para la discusión, fueron dejados en paz. No obstante la política fue intensificada, la conservadora y las derechas se convierte más fuertemente, la izquierda se refrena ellos mismos y la presión sobre la ciudad aumenta.
foto reitschule
Die Reitschule / La escuela de montar a caballo
Die Reitschule Bern ist ein Autonomes Kultur- und Begegnungszentrum, in dem ca 14 Kollektive ihre Projekte haben. Hier werden Konzerte gegeben, Filme und Theaterstücke gezeigt, Performances zelebriert, Ausstellungen präsentiert. Aber auch: links-politische Literatur aufgelegt und ausgeliehen, Aktionen gegen Rassismus, Sexismus, Ausbeutung, Faschismus und für weltweite Befreiungskämpfe usw. vorbereitet und durchgeführt, Frauenveranstaltungen organisiert. Und ebenso fleissig wird gedruckt und gelesen, gekocht und gegessen, serviert und getrunken, geschrieben und interpretiert, gebaut und gewohnt.
Leider war dort gerade Sommerpause und unsere Veranstaltung im Infoladen war also eher klein, aber fein.
La escuela de montar a caballo Berna es un centro cultural y de reunión autónomo, en el cual aproximadamente 14 colectivos tienen sus proyectos. Aquí los conciertos se celebran , las películas y los juegos, demostrando funcionamientos, presentando exposiciones. Además: se prsentan actos dela literatura izquierdo-política , las acciones contra el racismo, Sexismus, explotación, el fascismo y para la liberación mundial lucha etc. preparatorio y realizado, las reuniones de la mujer organizan.
www.reitschule.ch
Während des Antifafestival im letzten Jahr gab es einen Brandbombenanschlag, bei dem zum Glück keiner verletzt wurde, der allerdings bis heute noch nicht von der Polizei aufgeklärt wurde.
www.reitschule.ch/reitschule/info.shtml
Auch in diesem Jahr findet wieder das Antifafestival statt - vom 1. bis zum 3.8. seid ihr herzlich willkommen, nach Bern zu kommen.
www.antifafestival.ch/de/index.html
Ein Projekt der Reitschule ist die “Gassenküche”. Seit 16 Jahren ist das Kollektiv jeden Sonntag auf der Straße, um Junkies und AlkoholikerInnen ein warmes Essen und zumindest für eine kurze Zeit einen Rückzugsort anzubieten. Die “Gassenküche” erregt Aufmerksamkeit mit ihrem großen Tranparent, das sie als Sichtschutz nutzt und bezieht klar Stellung zu aktuellen drogenpolitischen Auseinandersetzungen.
Und das ist nicht gewünscht, im Gegenteil:
die Stadt illegalisiert das Projekt und verbietet sie als unbewilligte politische Demonstration. Vor etwa einem Jahr hat sie sogar Tränengas gegen die essenden Leute eingesetzt. Um sich nicht sagen lassen zu müssen, daß sie sich nicht kümmert, hat die Stadt Bern seit kurzem einen Cateringservice organisiert, der kostenfreies Essen anbietet.
www.reitschule.ch/reitschule/gassenkueche
Die autonome schule denk:mal
Das Denk:mal ist eine autonome Schule, die es seit mehreren Jahren gibt und die schon in diversen leerstehenden Häusern war, weil sie immer wieder geräumt wurde. Jetzt ist sie auf dem Gelände eines ehemaligen Schlachthofes, wo sie über kurz oder lang wahrscheinlich auch weg muß, weil dort MC Donalds etc. gebaut werden soll
“Eine autonome Schule ist mehr als nur unabhängig vom Staat und der Privatwirtschaft – sie wird von denen geführt die sie benutzen. Es gibt also keine „Leitung“ die den Lernenden irgendwelche Vorschriften macht oder einen Rahmen setzt. Die Lernenden gestalten gemeinsam einen Ort, an dem sie Fähigkeiten so erlernen können, wie es ihren Bedürfnissen entspricht.
denk:mal soll darum nicht nur Elemente der Wissensvermehrung enthalten, sondern auch als sozialer Treffpunkt dienen. Das heisst, dass Raum zum Feiern, „Zärtlich Sein“, Diskutieren und Rumhängen nicht unser Projekt ausschmückt, sondern zentraler Bestandteil davon ist.
Das Projekt hat eigentlich zwei konkrete Auslöser. Zum einen ist es aus Kritik am herrschenden Bildungswesen entstanden, zum anderen ist es als Teil der autonomen Strategie zu sehen. Weiter bietet so ein Projekt die Möglichkeit selber Ideen umzusetzen. So können wir nicht nur kritisieren sondern Alternativen leben lernen.” (aus dem Konzept)
Este proyecto parte de la necesidad de generar espacios de educacion alternativa, donde cada uno de los que asisten se praparan y comparten su conocimiento, desde clases de defensa personal, electronica, cirulos de reflexion, han basado su trabajo en el desarrollo personal y colectivo. Esta casa ha cambiado mucho de lugares, ahora ubicada en lo que antes era un rastro animal ahora buscan los diversas posiblidades de ubicar un nuevo espacio, pues los centros comerciales quieren expandir su trabajo y quieren tomar este espacio para convertirlo en zona comercial.
Und während es bei der autonomen Schule um selbstbestimmtes Handeln geht, übt sich die Stadt Bern im Aufstellen von Reglementen und Beschneiden von Rechten - teils mit Unterstützung von für Argumentationsstrategien und Kampagnen offenen BürgerInnen, teils ohne. Zwei kleine Beispiele:
“Das Bahnhofsreglement” foto bahnhofreglement
Am 1.Juni haben die BernerInnen über das neue Bahnhofreglement entschieden. Dieses bringt noch mehr Verbote und Einschränkungen für den öffentlichen Raum am Bahnhof und polizeiliche Aufgaben werden an die private Securitrans abgegeben.
Ausserdem sollen kommerzielle Vernanstaltungen, bei denen zur Zeit immer wieder der gesamte Treffpunkt im Bahnhof mit Autos, Leinwänden, Werbeständen usw. verbarrikadiert wird, im ganzen Bahnhof möglich sein. Dafür wird ungebührliches Verhalten bestraft. Ein rechtlich sehr schwammiger Begriff, der zur willkürlichen Anwendung einlädt.
Uno de los trabajos que realizan ahora dentro e esta escuela va en torno a las politicas publicas que el estado suizo ha aplicado dentro de las estaciones de tren y es una de estas la de no permitir a nadie que no utilice las instalaciones para trasladarse, una de estas politicas dice que todo aquel que este en el anden y no haga uso del tren tiene que abandonarlo o si no se le pondra una multa, es por eso que hay varios colectivos preocupados por esta situacion.
http://bahnhofreglement-nein.ch/

“Das neue Kundgebungsreglement”
Seit Mai 2008 sind jegliche Demonstrationen in Bern verboten. Kundgebungen werden in der Regel nur noch als Platzkundgebungen bewilligt. Das ist ein unzulässiger Eingriff in die grundrechtlich gewährte Versammlungs- und Meinungsäusserungsfreiheit der Bundesverfassung. Der Antrag stellt auch eine unzulässige Kompetenzüberschreitung des stadtbernischen Gesetzgebers dar. Diese einschneidende Einschränkung des Kundgebungsrechts und damit auch die eingereichte Beschwerde sind von nationaler Tragweite, da Bern als Bundeshauptstadt der wichtigste Ort für schweizweite Kundgebungen ist.
Dem Aufruf, diese Gemeindebeschwerde mitzutragen, haben sich denn auch in kurzer Zeit zahlreiche lokale, regionale und gesamtschweizerische Organisationen – politische Parteien, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen – angeschlossen. Im Juni wurde eine Beschwerde beim Regierungs-statthalteramt II Bern eingereicht.
Kleiner Rückblick
Während des 2.Weltkrieges hat die damalige Nationale Front eine Demonstration nach Bern gemacht - der sogenannte “Marsch nach Bern”. Am 6. Oktober 2007, zwei Wochen vor den Wahlen, hat die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei (SVP) zu einem Marsch nach Bern aufgerufen, um dort auf dem Bundesplatz die Abschlusskundgebung mit Info- und Wahlständen zu machen - legitimiert durch die Stadt Bern. Die SVP hat 2007 übrigens 27% aller Stimmen in der Schweiz gewonnen.
Als Protest dagegen fand eine nicht genehmigte Gegendemonnstration und ein “Ganz Fest gegen Rassismus” statt, an dem 7000 BürgerInnen teilnahmen. Währenddessen haben 2000 AntifaschistInnen direct action gemacht und u.a den Platz vorm Bundeshaus gestürmt, die Infostände der SVP zerstört und Barrikaden gebaut, so daß die Marsch nach Bern schließlich abgesagt werden mußte. Doch die Polizei ging nicht gegen die Barrikaden vor, sondern griff auf brutale Weise die friedlichen BesucherInnen des “Festes gegen Rassismus” an.
Mit Sicherheit wird es trotz der Demonstrationsverbote am 6. Oktober 2008 eine “Erinnerungsveranstaltung” geben.
Um eine kleine Vorstellung von der SVP und ihrer Politik zu bekommen, gibt es hier einen Wahlwerbespot der Partei.

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